Herausforderungen der Digitalisierung – Erfolgsfaktoren für den digitalen Wandel

Digitalisierung – ein Thema, das zunehmend wichtiger wird und sich nicht mehr nur auf „Tech“-Unternehmen beschränkt. Das Potential, das mit der Digitalisierung von unternehmensinternen Prozessen einhergeht, ist riesig. Nicht selten ist die Digitalisierung ein wichtiger Treiber der Wettbewerbsfähigkeit. Im neuen BINAERIX Expertenblog soll es deshalb detailliert um das Thema „Herausforderungen der Digitalisierung“ und die nötigen Erfolgsfaktoren für den digitalen Wandel gehen.

Potentiale der Digitalisierung

Digitalisierung und Technologiefokus betreffen nicht mehr nur typische Technologieunternehmen, sondern zunehmend auch traditionelle oder „Non-Tech“ Branchen. Denn hier sichert die Digitalisierung nicht selten die Wettbewerbsfähigkeit. Doch in welcher Form gewinnen Unternehmen durch neue Technologien und Digitalisierung hinzu, was sind die Herausforderungen der digitalen Veränderung und was die Erfolgsfaktoren für den digitalen Wandel?

Herausforderungen der Digitalisierung

Herausforderungen der Digitalisierung

Herausforderung #1: Wissen und fehlendes Bewusstsein

„Das haben wir doch schon immer so gemacht“ hört man im Zuge des Digitalisierungsprozesses häufig. Denn was vielen nicht bewusst ist: Nur weil es lange gut gegangen ist, muss das nicht so bleiben. Viele tun die Herausforderungen der Digitalisierung weiterhin als Trend ab, den man nur lange genug aussitzen muss. Währenddessen etablieren sich junge, dynamische Unternehmen und zeigen wie es richtig funktioniert. Nur wer erkennt, dass festgefahrene Strukturen aufgebrochen werden müssen, dass bisherige Geschäftsmodell angepasst oder sogar komplett neu definiert werden muss, wird zukünftig eine Chance haben.

Vor allem die ältere Generation sieht die Digitalisierung mit großer Skepsis. Laut einer Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung fürchten sich 81 Prozent der Deutschen vor dem beruflichen Abseits, 84 Prozent glauben an steigende Gehaltsunterschiede in Folge der Digitalisierung und ganze 42 Prozent glauben, dass die Digitalisierung vor allem negative Auswirkungen haben wird.

Um den komplexen Digitalisierungsprozess erfolgreich zu gestalten, bedarf es nicht nur technischem Know-How, sondern vor allem dem richtigen Bewusstsein und einer positiven Einstellung. Möglichkeiten, Arbeitnehmer im Prozess der Digitalisierung zu unterstützen sind unter anderem:

  • Weiterbildungsangebote
  • Einsatz von Management-Methoden, die Kreativität und Innovation fördern
  • Gezieltes Eingehen auf einzelne Mitarbeiter und deren Potentiale

Tipp: Jeder Mitarbeiter versteht unter Digitalisierung etwas anderes. Darum sollten Unternehmen unbedingt klare Strategien entwickeln und diese mit Mitarbeitern kommunizieren. Nur durch eine klare interne Kommunikation können alle wissen, worum es wirklich geht, was die Ziele der Digitalisierung sind und gemeinsam an deren Umsetzung arbeiten.

Herausforderung #2: Potential wird nicht ausgeschöpft

Die meisten Unternehmen besitzen bereits die technischen Voraussetzungen, um digitale Prozesse richtig abzubilden. Doch genau dieses Potential wird in den meisten Fällen einfach nicht ausgeschöpft.

Hier sollte man sich zunächst einen groben Überblick über die täglich genutzten Systeme machen und überlegen, wie sich hier Optimierungen und Automatisierungen von Geschäftsprozessen realisieren lassen. Oft sind Dokumentenmanagement-Systeme mehr als nur ein digitales Archiv für Dokumente.

Herausforderung #3: Mitarbeiter erledigen die Digitalisierung „nebenbei“

Oftmals sind – wir kennen es alle – Mitarbeiter so in ihrem Tagesgeschäft eingebunden, dass Digitalisierungsprojekte nicht zu den Standardaufgaben gehören und nebenbei erledigt werden. Natürlich können ambitionierte Ziele so nicht stringent verfolgt werden, Zeitrahmen werden überschritten und der digitale Wandel, der doch eigentlich alles verbessern sollte, nervt nur noch.

Das ist nicht nur völlig unproduktiv, sondern lässt Chancen der Digitalisierung verblassen. Sobald Mitarbeiter die Digitalisierung als Last oder notwendiges Übel ansehen, werden Ziele oftmals nicht erreicht.

Tipp: Hier hilft es, Mitarbeiter von Anfang an einzubinden und ihnen aktiv Verantwortung zu übertragen. Die innovativsten Technologien helfen nicht, wenn die Anwender nicht mitziehen, sondern den digitalen Wandel im schlimmsten Fall auch noch negativ wahrnehmen.

Der digitale Wandel greift in bereits etablierte Prozesse und Geschäftsmodelle ein, er stellt sie teilweise oder eventuell sogar komplett in Frage. Daher ist es wichtig, dass alle Beteiligten den Sinn und die Notwendigkeit hinter diesen Maßnahmen verstehen.

Herausforderung #4: Notwendige Investitionen ohne sofortigen ROI

Die Digitalisierung kostet Geld: Berater, Umstrukturierungen, neues technisches Equipment. Und das alles muss ohne sofortigen Return on Investment investiert werden. Vor allem für KMU kann das zum Problem werden.

Investiert man in digitale Infrastruktur, fehlen die Mittel an anderer Stelle. Investiert man nicht, wird man langfristig kaum mehr wettbewerbsfähig bleiben können und Marktanteile verlieren.

Laut einer Studie halten drei Viertel der Mittelständler Digitalisierung für ein wichtiges oder sogar sehr wichtiges Thema. Trotzdem haben nur ca. 20 Prozent der Betriebe mit der Vernetzung von Produkten und Dienstleistungen begonnen. Laut einer Studie im Auftrag der KfW-Bankengruppe sehen die meisten deutschen Unternehmen nicht die Finanzierung an sich, sondern ihre Höhe in Bezug auf den zu erwartenden Nutzen als Problem.

Herausforderung #5: Datensicherheit

Vernetzte Produkte und Maschinen erheben und speichern große Datenmengen. Der Bereich Datensicherheit zählt deshalb zu den größten Herausforderungen der Digitalisierung, denn hier gibt es oft spezielle Regulierungen und Vorgaben zu beachten.

Herausforderung der Digitalisierung – Was kann man tun?

All diese Tipps sind lediglich kleine Impulse, um die Herausforderung der Digitalisierung gezielt und strukturiert anzugehen. Ganz ohne Hilfe sollten sich Unternehmen jedoch nicht in den digitalen Wandel begeben, denn erfahrungsgemäß gibt es hier immer mehr Feinheiten zu beachten.